Wasseramsel
Adult
mit Futter auf Stein in Fluss stehend
Region Kuusamo

Wasseramsel Film 28.11.19

Als das Restaurant Lamm Anfangs 2017 seine Toren schloss, ging damit auch unsere Vortragsreihe zu Ende. Zeitweise hatte der NVVH drei Vortragsabende im Jahr organisiert, später dann noch einer im November. Der letzte war 2016 und hiess „Wundervolles Costa Rica“. Jetzt genau drei Jahre später lud der NVVH die Öffentlichkeit also wieder einmal zu einer Präsentation ins Lamm ein, das anfangs Jahr unter neuem Pächter wiedereröffnet wurde.

Und das Publikum erschien zahlreich. Die 29 Personen führten dazu, dass es in der altgedienten Neuendörfer-Stube überraschend eng wurde. Besonders erfreulich war dabei, dass auch viele Interessierte von ausserhalb des Vereins kamen. Gastreferent war der Winterthurer Beat Schneider, der mit wahnsinniger Geduld und viel Ausdauer das Leben heimischer Wassertiere einfängt. Der Tierfilmer ist Experte für Eisvögel und arbeitet unter anderem für die Fachstelle Naturschutz in Zürich. In Härkingen zeigte er seinen Film „Die Wasseramsel – Sängerin und Taucherin“, der mit einfühlsamen Aufnahmen dem Publikum die anstrengende Aufzucht junger Wasseramseln näher brachte. Besonderes Highlight des Film waren die eindrücklichen Bilder der Unterwasserjagd des Vogel. Dank verschliessbaren Ohr- und Nasenöffnungen, einer halbtransparenten Nickhaut für die Augen, runden Flügeln, schweren Knochen und einer viel grösseren Bürzeldrüse im Vergleich mit anderen Singvögeln, ist die Wasseramsel perfekt an ausgiebige Tauchgänge angepasst. Sie kann sich sogar gehend auf dem Grund von Bächen bewegen und wagt sich selbst in tosende Bäche. Dabei jagt sie Insektenlarven, Krebstierchen und kleine Fische.

Im Anschluss an den Film beantwortete Beat Schneider Fragen aus dem Publikum und zeigte die eine oder andere kurze Filmsequenz, die es nicht in den Film geschafft hatte. In der Wirtschaft wurde der gelungene Anlass schliesslich bei einem kühlen Bier abgerundet.

Beobachtungstipp: Wer selbst gerne einmal Wasseramseln beobachten möchte, kann dies in unserer Region am einfachsten an der Dünnern machen. Gerade im Winter, wenn sich andere Vögel ruhig verhalten, ist an den Gewässern der abwechslungsreiche Gesang der Wasseramsel zu hören. Oft singt sie direkt am Wasser und kann dank der leuchtend weissen Brust einfach ausgemacht werden. Besonders dankbar ist es da natürlich, dass dank den laubfreien Bäumen die Sicht erleichtert wird.

 

 

Foto: © Michael Gerber, Birdlife Schweiz

Weitere Infos finden sich hier in der Medienmitteilung von Birdlife Schweiz, wo erklärt wird, warum die Wasseramsel zum Vogel des Jahres 2017 gewählt wurde.

Arbeitstag 19.10.19

Was war doch das für ein Scheisswetter graunasses Hudelwetter, das bereits beim Aufwachen kräftig an die Fenster trommelte. Dass sich bei diesen Bedingungen der eine oder andere gedanklich entschuldigend nochmals im Bett umdrehte, kann man niemandem verdenken… Dass aber trotzdem 15 Leute um 8 Uhr beim Waldhaus bereitstanden, war umso schöner. Darunter waren auch einige Spezialgäste, namentlich vier Helfer des Pastoralraums Gäu, sowie «unsere» drei Asylsuchende, mittlerweile fester Stamm an den Arbeitstagen. Der Wettergott erbarmte sich ihnen aber vorläufig nicht, bis zum Nussgipfel-Znüni waren alle zumindest stellenweise nass, Ausrüstung hin oder her. Nach der Pause ging es leider im gleichen Stil weiter. Trotzdem wurden beachtliche Arbeiten erledigt, neben klassischen Mäh- und Holzarbeiten im Biotop wurde auch das Dach von Moos und Unkraut befreit und der Boden des Horsts gesäubert. Gerade recht kam da Jonas’ dampfend heisse Kürbissuppe vom Feuer, die das Mittagessen einläutete und den (bei dieser Witterung mehr oder weniger) gemütlichen Teil einläutete. Allen Helferinnen und Helfer ein riesiger Dank für den grossen Einsatz trotz des schlechten Wetters. Als Belohnung liess sich dann am freien Nachmittag die Sonne doch noch blicken, die eine oder andere Regenhose trocknete damit immerhin etwas schneller…

Vereinsreise ans FiBL 22.09.19

Dieses Jahr führte uns die Vereinsreise ins Aargauische Frick an das FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau), wo unser Vorstandsmitglied Fabian Baumgartner seit letztem Sommer als Versuchsleiter im Obst- und Beerenbau tätig ist. Das FiBL wurde 1973 gegründet und ist heute eines der führenden Forschungs- und Informationszentren für biologischen Landbau mit fast 200 Mitarbeitenden. Höchste Zeit also für einen Besuch des NVVH.

Das Wetter hätte an diesem goldenen September-Sonntag nicht besser sein können, als uns Fabian nach einer Zugfahrt über Brugg am Bahnhof Frick begrüsste. Sicher auch deswegen fiel der Aufmarsch an NVVH-Mitgliedern so beeindruckend aus. Neben 26 erwachsenen Personen waren auch 6 Klein(st)kinder an der Exkursion dabei. Die Weindegustation, die im Anschluss an die Besichtigung des FiBLs lockte, dürfte aber ebenfalls ihren Teil zum grossen Publikumsinteresse beigetragen haben – eine abschreckende Wirkung kann man ihr auf jeden Fall schlecht unterstellen. Nach einem Spaziergang aus dem Dorf heraus, durchquerten wir Rebberge und erste Anbauflächen des FiBLs. Die verschiedenen Rebsorten und deren unterschiedliche Geschmäcker beeindruckten die Gruppe bereits vor der eigentlichen Führung von Fabian, es wurde eifrig verkostet, gefragt und diskutiert. Im FiBL angekommen, deponierten wir unsere Rucksäcke beim Weinkeller und legten eine Toilettenpause ein, die bei 32 Teilnehmenden und einer Toilette etwas länger dauerte als geplant. Danach führte uns Fabian durch die Obstbauanlagen und erklärte fachmännisch, welche Art von Untersuchungen und Versuchen in den jeweiligen Flächen betrieben wird. Dass etwa bei Kirschbäumen der Regen zu einem massiv erhöhten Risiko für Krankheiten führt und dass – wenn man schädliche Pestizide reduzieren will/muss (es geht schliesslich um biologischen Landbau) – es also am effektivsten und ökologischsten ist, den Regen mittels Planen abzuleiten, damit die Bäume in der heiklen Zeit zwischen Blüte und Ernte nicht dem Wetter ausgesetzt sind. Nach den Kirschbäumen schauten wir uns die Aprikosen an, die sofort durch eine völlig andere Schnittform und Gesamterscheinung auffielen. Warum die Aprikosenbäume in einem 45 Grad Winkel gezogen werden und weshalb die Hanglage dem positiven Ertrag ebenso entgegenkommt, erfuhren die Teilnehmenden genauso, wie die Antwort auf die Frage, wieso wir nächstes Jahr mit einem kleineren Ertrag an Erdbeeren vom FiBL rechnen müssen. Weiter ging es durch Gewächshäuser und neue Versuchsfelder zu den Äpfeln. Die beachtliche Gruppengrösse und die vielen interessierten Fragen aus den Reihen der Vereinsmitglieder liessen die Führung etwas länger als geplant werden, ohne dass sie jemals langweilig geworden wäre. Trotzdem freuten sich alle auf den Apéro, als wir kurz nach 13 Uhr zurück in der Trotte angekommen waren. Neben dem kulinarischen Teil des Apéros, begann nun auch die versprochene Degustation der verschiedenen Weine, die am FiBL gekeltert werden. Es ging vom Le blancs zum Rosé, dann zum Fricker Kerner, weiter mit Chardonnay, Sauvignon Soyhières und Riesling Sylvaner und schliesslich zu den verschiedenen Rotweinen. Unter dem Schatten des Rebendachs vor der Trotte genossen wir das wunderbare Wetter und das gemütliche Beisammensein im Verein, bevor wir uns schliesslich auf den Weg zum Postauto nach Aarau machten.

Vielen Dank Fabian für die kompetente und spannende Führung! Der nächste Vereinsanlass wird in einem Monat am 19.10.19 sein. Es steht bereits wieder der letzte Arbeitstag des Kalenderjahres an, bei dem wir traditionell ein ausgiebiges Mittagessen auftischen und wir je nach Lust, Laune und Arbeit am Nachmittag nochmals anpacken. Treffpunkt ist um 8:00 Uhr beim Horst.

Crex Crex vom NVVH gewinnen Birdrace 2019

Das Birdrace ist ein jährlich von BirdLife Schweiz organisierter Anlass, bei dem 3er- oder 4er-Teams 24 Stunden Zeit haben, um möglichst viele Vogelarten zu sehen. Sie können sich dabei auf freiwählbaren Routen mit ÖV oder per Muskelkraft durch die ganze Schweiz (und das Österreicher Rheindelta) bewegen. Die Teams suchen Sponsoren, die für jede gesehene Vogelart einen bestimmten Betrag spenden, der Erlös kommt jährlich einem anderen Naturschutzprojekt zu Gute. Dieses Jahr nahmen 38 Teams aus der ganzen Schweiz am Birdrace teil, die einen neuen Spendenrekord von fast CHF 100’000.- (!) für die Kiebitzförderung in der Schweiz zusammentrugen.

Das Team Crex Crex (normalerweise mit Lucas Lombardo, Lukas Leuenberger, Patrik Wyss und Peter Jäggi) bestehend aus drei Vorstandsmitgliedern und einem Vereinsmitglied des NVVH nimmt seit 17 Jahren am Birdrace teil und konnte den Anlass 2016 mit 135 gesehenen Arten gewinnen. Seit vielen Jahren nimmt neben den Crexlern aber meist noch ein weiteres Team aus Härkingen am Vogelevent teil (Helena, Victoria und Jermias Jäggi oder auch Jonas von Burg haben alle schon etliche Male mitgemacht). In diesem Jahr war Jonas von Burg (Beisitzer im Vorstand des NVVH) mit dem Team «Da gibt’s noch ein Nicht-FOK’ler!» unterwegs und beobachtete 75 Arten. Unterstützt werden die Härkinger Teams jeweils sehr grosszügig von der Härkinger Bürgermeinde, die für jedes Team CHF 5.- pro gesehene Vogelart spenden. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an die Bürgergemeinde, die mit ihrer Spende unseren Einsatz in einen zählbaren Ertrag für die Natur ummünzen.

Nachfolgend ist ein ausführlicher Bericht über das Birdrace 2019 des Teams Crex Crex zu finden, die den Anlass in diesem Jahr mit 133 gesehenen Arten zum zweiten Mal gewinnen konnten. Dabei traten sie in leicht veränderter Formation an, für Patrik Wyss rückte Matthias von Arx (Kassier des NVVH) ins Team.

 

Birdracebericht Crex Crex 2019

Das Birdrace begann alles andere als vielversprechend. Als wir nach einer einstündigen Postautofahrt auf dem Gurnigel ankamen, hatte sich das Wetter draussen im Minutentakt verschlechtert. Um 16:30 Uhr auf dem Berg angekommen, begrüsste uns dicker Nebel, Regen und Wind. Das traditionelle Bier auf der Wasserscheide verkam so eher zu einer Pflichtaufgabe und wir machten uns bald auf ins Berghaus, wo wir unser Zimmer bezogen, die nassen Hosen durch trockene ersetzten und es uns in der Beiz gemütlich machten. Nach einem Teller Älpermaccaroni überwanden wir uns, das Race standesgemäss draussen zu beginnen, obwohl das Wetter kein bisschen besser geworden war. Auf die lange Route zum Sperlingskauz verzichteten wir aber, stattdessen horchten wir dem Waldkauz unweit des Berghauses. Um 21:00 Uhr begann das Rennen mit kräftigem Schulterklopfen und einem hochprozentigen Glücksbringer aus dem schottischen Highland, der damit einerseits bestens zum Wetter passte und uns anderseits die Brust von innen wärmte. Nach einer Stunde gaben wir auf und legten uns frühzeitig in die Federn.

Als der Wecker läutete, war es noch stockdunkel draussen, doch ein erster Blick aus dem Fenster zeigte, dass sich unsere schlimmen Befürchtungen betreffend Wetter nicht bewahrheiteten. Hätte sich die Situation nicht aufgebessert, wären wir wohl direkt ins Tal gefahren, so aber stand einem Morgen auf dem Berg nichts im Weg. Nach einem eiligen Frühstück horchten wir draussen doch noch einem Waldkauz, Kreuz Nummer eins war damit gemacht. Weiter ging es auf den Velos zur Wasserscheide und von dort zu Fuss Richtung Leiternpass. Wir waren später dran als in anderen Jahren, vielleicht zu spät für das Alpenschneehuhn, jedenfalls hörten wir es nicht und auch sonst liessen uns Arten vergangener Jahre (Mauerläufer, Steinrötel, Zitronenzeisig) im Stich. Während des Fussmarschs zurück merkten wir bald, dass kein Kleinvogelzug stattfand. Wimmelten in den letzten Jahren die Bäume teilweise nur so von Kleinvögeln, gähnte in diesem Jahr aus jedem Busch und von jedem Pfosten die grosse Leere. Auch der Himmel blieb mehrheitlich vogelfrei, es zogen weder Schwalben noch Stelzen oder Finken. Fürs Birdrace ist das nicht so schlimm, viele der Kleinvogelarten, die auf dem Zug sind, kann man auch zu einem späteren Zeitpunkt noch sehen. Trotzdem waren wir weit von der Euphorie vergangener Jahre entfernt. Als letzten Ort besuchten wir unseren Haselhuhnplatz, an dem wir zwar eine Haselhuhnfeder fanden, nicht aber ein Haselhuhn. Irgendwie passend zum Morgen.. Aber insgesamt war die Ausbeute um 9:30 Uhr, als wir auf den Velos ins Tal ratterten, gar nicht schlecht, notiert waren bereits einige wichtige Arten, beispielsweise Alpendohle, Alpenbraunelle, Heckenbraunelle, Birkhuhn, Birkenzeisig, Bergpieper, Gimpel, Fichtenkreuzschnabel, Schwarzspecht, Waldbaumläufer, Weidenmeise, Wanderfalke.

Die Fahrt ins Tal kann an sonnigen Tagen besonders für Greifvögel spannend sein, doch mit der Nebeldecke ober uns, würde der Zug an diesem Tag später – oder gar nicht mehr – einsetzen. Trotzdem gelang es uns, einen tiefziehenden Wespenbussard zu notieren, eine Art, die wir später nicht mehr sehen sollten. In Blumenstein an der Gürbe hakten wir Bergstelze und Wasseramsel ab und später auf der Velofahrt viele häufige Siedlungsarten, die man am Birdrace aber alle zuerst gesehen haben muss. Schliesslich kamen wir in der Thuner Allmend an und langsam aber sicher nahm das Birdrace Fahrt auf. Obwohl wir in anderen Jahren auch hier mehr Kleinvögel hatten (beispielsweise beobachteten wir dieses Jahr einen einzigen Trauerschnäpper, während die Art in anderen Jahren beinahe von den Büschen tropfte), war die Ausbeute betreffend Artenvielfalt richtig gut. Besonders erwähnenswert sind die Beobachtungen von Brachpieper, Wachtel und Nachtigall, aber auch Feldlerche, Klapper- und Dorngrasmücke, Braun- und Schwarzkehlchen, Steinschmätzer, Neuntöter, Girlitz, Goldammer und Dohle sind nicht in jedem Jahr eine Selbstverständlichkeit. Abgerundet wurde der Besuch der Thuner Allmend von einem Mittelmeermöwentrupp unter dem sich zwei Schwarzkopfmöwen versteckt hielten, sowie einem Sandregenpfeifer, der sich auf dem gleichen Feld aufhielt. Auf den Drahteseln ging es nun in zügiger Fahrt Richtung Bahnhof Thun, wo wir in der kurzen Aufenthaltszeit einen Habicht über den Hügeln kreisen sahen.

Die Zugfahrt nach Bern liess endlich einen Happen Essen zu, sowie eine erste Konsultierung der Artenliste. Mit 87 Arten im Gepäck waren wir plötzlich erstaunlich gut im Rennen und die Zuversicht packte uns umgehend. Zumal wir in Bern für einmal nicht auf die Grosse Schanze rennen mussten, da wir statt 15min Aufenthalt 30min hatten, weil uns eine Routenänderung bevorstand und wir einen anderen Zug als gewohnt nahmen. Die Pause auf der Schanze tat zuerst gut und mit der Felsenschwalbe hatten wir auch schnell eine der beiden Zielarten gesehen. Doch je näher die Abfahrt kam, desto hektischer wurde es unverhofft doch noch. Der so sicher geglaubte Alpensegler wollte sich nicht blicken lassen und wir wiederum wollten dies nicht wahrhaben. Kurz vor Aufbruch konnten wir doch noch ein Individuum über der Aare kreisen sehen, doch es verschwand, bevor es drei von uns sahen. In buchstäblich letzter Minute flog der Segler nochmals hinter einer Baumgruppe hervor und wir sputeten sofort Richtung Bahnhof, wo wir gerade noch so den Zug nach Ins erwischten.

In Ins angekommen, ging es für einmal nicht aufs Velo sondern mit der Schmalspurbahn weiter nach Hagneck. Nur 15 Minuten später düsten wir auf den Fahrrädern runter ins Delta, dem im Moment vielleicht besten Limikolenplatz der Schweiz. Es war unser erster Besuch im Hagneckdelta während eines Birdraces; die grossen Zahlen an Limikolenarten, die in den letzten Tagen gemeldet waren, machten einen Abstecher aber unentbehrlich. Und tatsächlich liess der einstündige Besuch des Bielersees unsere Artenliste regelrecht explodieren. Begrüsst von einem Fischadler und einem Gartenbaumläufer, notierten wir kurz darauf elf (!) Limikolenarten, darunter Leckerbissen wie Knutt, Temminkstrandläufer oder Dunkler Wasserläufer. Zurück im Zug war uns langsam aber sicher klar, dass vielleicht sogar unser Rekord (135 Arten) fallen könnte, wenn es im Seeland und Fanel nun ähnlich rasant weiterging. Der Abstecher in die Krümmi bei Kerzers strichen wir für den Besuch des Hagneckdeltas von der Route, weshalb wir direkt nach Ins fuhren. Dort harzte es dann aber spürbar mit neuen Arten. Zwar notierten wir auf dem Weg zum Gemshoger am Neuenburgersee Schleiereule und Gartengrasmücke, doch andere Zielarten (Turteltaube, Grauammer, Grünspecht, Kernbeisser, Schwanzmeise) wollten sich nicht zeigen und kosteten schlussendlich nichts als Zeit. Auf dem Gemshoger mit Blick auf den See fassten wir dann neuen Mut. Mit Alpen- und Zwergstrandläufer sahen wir zwei Limiarten, die unsere sonst schon pralle Watvogel-Liste ideal ergänzten. Der sitzende Habicht freute uns weniger, die schöne Beobachtung in Thun wurde dadurch etwas geschmälert, weil er hier allen Teams vor der Nase sass. Über den Neuenburgersee zog nun eine kräftige Brise und uns wurde bald klar, dass es so mit einigen Arten schwierig werden würde, beispielsweise der Bartmeise, mit Rohrsängern oder der Zwergdommel. Kaum hatten wir den Gemshoger verlassen piepste aber über uns in einem Baum doch noch ein Schwarm Schwanzmeisen, der Schlussspurt war nun eingeläutet.

Durch den Chablaiswald marschierten wir darauf strammen Schrittes Richtung Broyedamm, wo wir standesgemäss das Birdrace beenden. Etliche Teams standen bereits auf der windigen Mole, als wir schliesslich draussen ankamen. Es gesellten sich viele budgetierte Kreuze auf unsere Liste, für einige mussten wir allerdings mehr kämpfen, als uns lieb war. Wir notierten Regenbrachvogel, Steinwälzer, Spiess-, Löffel-, Kolben- und Reiherente. Überraschenderweise gelang uns auch noch die Sichtung eines Schilfrohrsängers, der sich trotz des starken Windes kurz in den Gräsern am Wasserrand zeigte. Ob es auch am Wind oder den vielen Teams lag, weshalb sich das Blaukehlchen in der einsetzenden Dämmerung nicht am gewohnten Platz zeigte, darüber kann nur spekuliert werden, auf jeden Fall fehlte bis zum Schluss sein Name auf der Liste. Als die Dämmerung keine Sichtbeobachtungen mehr zuliess, horchten wir im Hide einem Nachtreiher, der krächzend durch die Nacht flog. Er war damit das letzte Kreuz, das wir notieren konnten. Kurz vor 21:00 Uhr hörten wir nochmals einen Waldkauz, das Race endete damit genau wie es begonnen hatte.
Höchst erfreut stellten wir kurz darauf fest, dass wir mit 133 Arten unser zweitbestes Resultat eingefahren hatten. Was für ein toller Tag! Besonders die 16 Limikolenarten und eine gute Thuner Allmend machten am Schluss die Glanzleistung möglich. Als wir vorne im La Sauge ankamen, war die Überraschung gross als die Favoriten und Seriensieger der letzten Jahre «Leica – Birders without Borders» ebenfalls 133 Arten auf der Liste hatten. Ein geteilter Sieg, das macht doppelt Spass! Herzliche Gratulation an die Berner Giele, mit euch auf dem obersten Treppchen zu stehen, ist eine grosse Ehre. Zusammen mit weiteren Teams stiessen wir auf den Sieg an und erzählten uns gegenseitig von Highlights, Missgeschicken während des Rennens in diesem Jahr und Vorsätzen und Plänen für nächstes Jahr. Held des Tages war natürlich Matthias, der bei seiner ersten Birdrace-Teilnahme sogleich Sieger wurde. Schön warst du dabei, Mätthu!

Abschliessend möchten wir BirdLife Schweiz für die Organisation und all unseren Sponsoren für die finanzielle Unterstützung des Kiebitzes in der Schweiz danken. Der Kiebitz war übrigens eine der wenigen möglichen Limikolenarten, die wir nicht sahen, eine Förderung kann also nicht verkehrt sein… Natürlich ist der gesammelte Ertrag ist ein Riesenerfolg! Wir erinnern uns noch gut, als es ein Jahr mit gerade mal 12 teilnehmenden Teams gab. So viele waren es heuer wohl alleine auf dem Faneldamm am Samstagabend. Schön, ist das Birdrace zu einem nationalen Vogel-Grossanlass verkommen, so viele Leute zu sehen, die für eine gute Sache ein Wochenende lang durch die Schweiz jagen, macht grosse Freude! Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt auf nächstes Jahr, wenn es heisst: Birdrace 2020!

Lukas Leuenberger

Waldkino 23.08.19

Nachdem wir im Jahre 2017 das Waldfest wiederbelebten, mussten wir es letztes Jahr mangels Datum und zeitlichen Ressourcen ausfallen lassen. Umso mehr freuten wir uns, es heuer wieder durchzuführen. Konzeptuell kam es aber zu einigen Veränderungen. Weihten wir vor zwei Jahren noch den Waldlehrpfad ein und boten dem zahlreichen Publikum Mittagessen und Nachessen, beschränkten wir uns dieses Jahr auf einen Start ab 17 Uhr. Das lag natürlich auch daran, dass das Fest an einem Freitag stattfand. Das bei der letzten Durchführung beliebte Waldkino war auch bei dieser Ausgabe der Aufhänger und lockte viele Besucher – vor allem auch viele Kinder – in den Wald.

Begonnen hatte der Anlass mit eher mässigem Besucheraufwand. Zwar kamen einige Leute auf ein Feierabendbier vorbei, der Essenstand mit American Hotdogs und Käseschnitten wäre aber einem weit grösseren Ansturm gewappnet gewesen. Ab 19 Uhr füllten sich die Festbänke langsam, dank idealen äusserlichen Bedingungen konnte ein schöner Sommerabend genossen werden. Neben dem Festgelände mitten unter Bäumen war das Kino selbst aufgestellt. 100 Stühle standen in Reih und Glied, ausgerichtet auf eine grosse Leinwand, die zwischen zwei Bäume gespannt war. Die Stimmung im Wald war sehr schön, schon fast mystisch mit all den Fähnchen und vielen farbigen Lichter der Lichterketten. Ab 20:30 besetzten vor allem die aufgeregten Kinder das Kinogelände und warteten gespannt auf den Beginn des Films. Vorher hatten sie beim Eingang ein Ticket erhalten, wo auch eine Popcorn-Maschine auf Hochtouren lief. Um 20:45 Uhr war es schliesslich genügend dunkel, um den Film zu starten. Der Film «Der fantastische Mr. Fox» sorgte für viele Lacher. Für die kleinsten Besucher gab es aber wohl einige unverständliche Szenen, nächsten Mal suchen wir uns einen noch kinderfreundlicheren Film aus. Dreiviertel der Plätze waren besetzt und die meisten blieben das auch nach der Pause, als die Zeit schon recht fortgeschritten war. Damit sassen über 70 Personen im Kino, womit der Anlass trotz schleppendem Beginn doch noch erfolgreich wurde. Nach dem Film blieben einige Leute noch sitzen und genossen das Ambiente im Wald mit einem abschliessenden Bierchen.

Vielen Dank an das ganze OK, das einen super Job gemacht hat und an die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, ohne die ein solcher Anlass nicht möglich gewesen wäre!

Ob der Anlass auch nächstes Jahr wieder stattfindet, muss zuerst im Vorstand des Vereins geklärt werden. Als unmittelbarer Eindruck nach der Ausgabe 2019 drängte sich auf jeden Fall eine Durchführung an einem Samstag auf (das war eigentlich bereits dieses Jahr die ursprüngliche Absicht gewesen). Wir würden uns auf jeden Fall freuen, wenn das Waldkino zu einer festen Grösse im Härkinger Veranstaltungskalender würde und ihr alle wieder mit dabei wärt.

 

 

Arbeitstag 29.06.19

Der geplante Arbeitseinsatz am 29.06.19 musste leider wegen zu wenigen helfenden Händen abgesagt werden. Das Datum kollidierte zu viele andere Veranstaltungen.

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Besuch im Kunsthaus 16.06.19

Für einmal fand ein Anlass des NVVH der ausserhalb des regulären Jahresprogramms statt, da er spontan ins Leben gerufen wurde. Im Aargauer Kunsthaus ist zurzeit eine Ausstellung zu sehen, die sich mit Vögeln und deren Lebensräumen auseinandersetzt. Der Künstler Jean-Luc Mylayne und seine Partnerin Mylène fotografieren seit 1976 auf eigenwillige Art und Weise Vögel und setzen sie danach in äusserst grossformatigen Bildern im musealen Kontext in Szene. Die Vögel selbst sind dabei oft nur Nebendarsteller und manchmal lediglich als verschwommener Punkt oder halb abgeschnitten zu sehen. Wer an einen schlechten Schnappschuss denkt, liegt aber weit daneben, den Bildern gehen wochen- manchmal monatelange Planungsphasen voraus, jedes Detail muss stimmen. Das Künstlerpaar verfügt über ein entsprechendes Artenwissen und beweist weit mehr Geduld als mancher Ornithologe.

Unser Vizepräsident Lukas Leuenberger, der Kunstvermittlung studiert hat, ist als ehemaliger Mitarbeiter und Zivildienstleistender mit dem Aargauer Kunsthaus bestens vertraut und war auch in der Planung der aktuellen Ausstellung am Rande beteiligt. Die anwesenden 12 NVVH-Mitglieder wurden von ihm durch die spannende Ausstellung geführt und bekamen Hintergründe zu den einzelnen Bildern vermittelt. Oft kam es zu angeregten Diskussionen unter den teilnehmenden Personen über Vogelarten, Verhalten oder Lebensräume. Der gemütliche Anlass wurde mit einem Kaffee im Kunsthaus-Bistro angemessen beendet.

Arbeitstag 25.05.19

Erst gerade noch hatte man sich darüber erfreut, dass auch dieser Winter irgendwann dem Frühling weichen musste und die Landschaft wieder saftiger und grüner wurde, und schon gaben einige der spriessenden Pflanzen Anlass zu körperlichen Anstrengungen. Die Rede ist von den Neophyten, die uns Jahr für Jahr bei der Pflege unseres Biotops auf Trab halten. In der oberen Fläche, wo wir seit Jahren die Goldruten von Hand auszupfen, ist ein deutlicher Rückgang ebendieser festzustellen. Zwar gibt es noch kleinere Bestände, allerdings nie mehr so flächendeckend wie vor zehn Jahren. Am Rand des Gebiets und v.a. im Abhang zur unteren Biotopsfläche dominieren die Goldruten jedoch weiterhin. Das hat auch damit zu tun, dass wir uns mangels Ressourcen weiterhin auf die obere Fläche konzentrieren müssen und wir meist erst gegen Ende des Morgens zu den dichtbewachsenen Gebieten vorstossen können. Leider waren wir an diesem Arbeitstag sehr wenige Leute und so zeichnete sich bald ab, dass wir auch heuer nicht sämtliche Goldruten ausreissen können. Wir hoffen darauf, dass wir am nächsten Arbeitstag die verbliebenen Bestände weiter dezimieren können. Dafür ist es aber notwendig, dass wir mehr als acht Paar helfende Hände sind, die mühselige Arbeit geht mit mehr Arbeitenden nicht nur deutlich schneller voran, sie macht auch wesentlich mehr Spass.

Kleine Insekten ganz gross

Am Sonntag, 28. April 2019 fand in Härkingen die NAVGU-Exkursion statt. Der NAVGU (Naturverband Gäu-Untergäu) ist ein regionaler Zusammenschluss von neun Naturschutzvereinen der Gemeinden Egerkingen, Gunzgen, Härkingen, Hägendorf-Rickenbach, Kappel, Kestenholz, Neuendorf, Oensingen und Wangen b. Olten. Die Exkursion findet jährlich im April statt und wird jedes Jahr von einem anderen Verein ausgetragen. Dieses Jahr war wieder einmal der NVVH an der Reihe und zu diesem Anlass liessen wir uns etwas Besonderes einfallen. Statt um 7:30 Uhr zu starten und uns der Vogelwelt zu widmen, wollten wir für einmal unsere artenreichste und somit grösste Tiergruppe ins Zentrum stellen: Die Insekten. Wir legten den Treffpunkt auf 10 Uhr nach hinten – ein allzu frühes Aufstehen am Sonntagmorgen war nicht nötig.

Das Wetter spielte leider nicht so recht mit, trotzdem versammelten sich rund 50 Personen beim Waldhaus Härkingen, gespannt auf das Wissen unserer ExpertInnen. Auch beim Ablauf der Exkursion wählten wir eine etwas unkonventionellere Methode, die Teilnehmenden wurden in drei Gruppen herumgeführt und besuchten dabei die Stände der drei engagierten Fachleute. Es waren dies Lea Kamber, Biologin und Käferspezialistin, Katrin Luder, die für den Verein Glühwürmchen arbeitet und Thomas Schwaller, Leiter des Amts Natur und Landschaft des Kantons Solothurn und Experte in (fast) jeder Tiergruppe der Schweiz. Die 30 Minuten am Posten vergingen jeweils wie im Flug, das Wissen der ExpertInnen war beeindruckend und die Gruppen konnten sich vor lauter Fragen stellen, kaum noch vom Stand lösen. Die Sonne grüsste ab und an zwischen den Wolken durch und löste den teilweise einsetzenden Nieselregen ab. Alles in allem erlebten wir richtiges Aprilwetter, eigentlich beste Bedingungen für Vögel und nicht für Insekten. Natürlich wurden ab und an Augen und Ohren auf die Vögel gelenkt. Besonders bemerkenswert ist die Beobachtung eines Halsbandschnäppers, der in der Deutschschweiz nur sehr selten nachgewiesen wird und sich am Waldrand mit den häufigeren Trauerschnäppern aufhielt. Erwähnenswert sind auch die beiden Waldlaubsänger, die zusammen mit zwei weiteren Laubsängerarten Zilpzalp und Fitis im und ums Biotop kräftig sangen.

Kurz nach zwölf Uhr trafen sich alle Teilnehmenden wieder beim Härkinger Waldhaus, um sich nach der spannenden Exkursion zu stärken und noch etwas gemütlich zusammen zu sitzen. Es gab zweierlei Risotto vom Feuer, Cervelats und Brot, sowie ein grosses Kuchenbuffet. Dem Thema entsprechend war es zudem möglich, essbare Insekten zu versuchen und beispielsweise das Risotto damit zu würzen. Nachdem vor einem halben Jahr essbare Insekten gross in den Medien waren und auch die Grossverteiler auf den Zug aufsprangen, ist es bereits wieder ruhiger geworden, die Verkaufszahlen sind bescheiden, obwohl es aus ökologischer Sicht eine gute Alternative zu anderem Fleisch wäre. Dass viele Leute Mühe haben, Insekten zu essen, zeigte sich auch an unserer Exkursion, besonders beliebt waren sie auf jeden Fall nicht, noch haftet ihnen der Ruf einer Art Mutprobe an.

Wichtiger als Insekten zu essen, ist es allemal sie zu schützen. Unsere heimische Insektenwelt ist arg in Bedrängnis geraten, die Zahlen nehmen drastisch ab, eine deutsche Studie spricht von einem Rückgang von 80% (!) der Masse an Fluginsekten in den letzten 30 Jahren. Immerhin ist das Insektensterben mittlerweile in aller Munde, in der Schweiz gab es eine Initiative zur Aufklärung des Insektensterbens, SRF hat die Mission B (für Biodiversität) ins Leben gerufen und viele Leute stellen sich ein Wildbienenhaus in den Garten. Dass es aber noch ganz viel zu tun gibt, führten uns unsere ExpertInnen eindrücklich vor Augen. Denn egal ob Heuschrecken, Käfer, Schmetterlinge, Libellen, Wanzen, Zweiflügler, Hautflügler oder Ohrwürmer, geholfen wird ihnen mit naturnahen Flächen, die nicht nur einer Produktion oder sonstigen Funktion unterworfen sind. Viele Blütenpflanzen helfen genauso wie Altholz, Wasserstellen, Brachflächen, Holzhaufen und offene Bodenbereiche. Nur wenn wir uns für mehr naturnahen Lebensraum einsetzen (sei dies in der Landwirtschaft oder in den privaten Gärten), können wir dem Insektensterben entgegenwirken. Profitieren tun alle, nicht nur die Insekten selbst, sondern besonders auch die Vögel und viele andere insektenfressende Tierarten und schliesslich auch wir selbst.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Lea Kamber, Katrin Luder und Thomas Schwaller für ihre äusserst lehrreichen und sehr spannenden Referate bedanken. Wir sind sicher, ihr habt bei den anwesenden Personen viel ausgelöst!

Das NVVH-Jahresprogramm geht weiter mit dem Abendspaziergang im Rahmen «Schweiz bewegt» am Montag, 20. Mai, Treffpunkt ist bei der Mehrzweckhalle um 20:30 Uhr. Und schliesslich mit einem Neophyten-Arbeitstag samstags darauf am 25. Mai, wir treffen uns um 8:00 Uhr beim Waldhaus.

GV 2019 NVVH Vorstand

Generalversammlung 08.03.19

Ehre, wem Ehre gebührt –
Peter Wyss zum Ehrenmitglied ernannt!

Kürzlich fand in Härkingen die Generalversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins statt. Nebst einem Rückblick auf das vergangene Jahr und der Vorschau auf das neue Jahresprogramm stand die Ernennung von Peter Wyss zum Ehrenmitglied im Zentrum.

Der Präsident Peter Jäggi konnte im Säli des endlich wieder eröffneten Restaurants Lamm 26 Mitglieder und den Bürgergemeindepräsidenten Urs Jäggi zur 47. Generalversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins Härkingen begrüssen. Mit einer tollen Präsentation und vielen Fotos erinnerten er und und der Vizepräsident Lukas Leuenberger an die verschiedenen Anlässe im letzten Vereinsjahr. An den drei Exkursionen nahmen zwischen 9 und 24 Personen teil, und an den Arbeitstagen waren zwischen 8 und 17 Personen anwesend. An den Arbeitstagen erhält der Verein jeweils Unterstützung von vier Asylsuchenden, welche in der Gemeinde wohnen.

Auch das neue Jahresprogramm beinhaltet wieder ein vielfältiges Angebot. Geplant sind zwei Exkursionen, vier Arbeitstage und ein Vereinsausflug. Der NVVH wird dieses Jahr am 28.4.19 die Frühlingsexkursion des NAVGU zum Thema „Insekten“ durchführen. Weitere Höhepunkte werden der Vereinsausflug am 22.9.19 ins FIBL (Forschungs-Institut Biologischer Landbau) in Frick, und der Herbstvortrag „Die Wasseramsel: Ein rauschendes Leben“ am 28.11.19 sein.

Leider musste der Vorstand die Demission von Peter Wyss entgegen nehmen. Vor genau 20 Jahren wurde Peter in den Vorstand gewählt, nachdem er beim 25-jährigen Jubiläum des Vereins 1997 schon tatkräftig beim Aufbau des neuen Waldlehrpfades mitgeholfen hatte. Im Jahre 2000 wurde er Vizepräsident  und blieb dies auch noch 2008, als der damalige Präsident Hans-Ruedi Dennler demissionierte und kein Nachfolger gefunden werden konnte. Peter führte den Verein ad interim weiter, bis mit Peter Jäggi ein junger Präsident übernahm. Bis heute unterstützte er als Beisitzer kompetent und engagiert den stark verjüngten Vorstand. Er stellte dem Verein an den Arbeitstagen unentgeltlich seine Werkzeuge und Maschinen zur Verfügung und organisierte auch immer wieder Wanderungen und Ausflüge. Legendär sind seine „kurzen, einfachen“ Wanderungen, welche nicht selten in anspruchsvollem Tempo steil bergauf führten. Mit grossem Applaus wurde Peter Wyss zum Ehrenmitglied ernannt!

Anschliessend wählte die Versammlung Jonas von Burg als neuen Beisitzer. Der Schreiner ist sehr naturverbunden und seit langem ein aktives und gern gesehenes Vereinsmitglied. Als Beringer bringt er zudem viel ornithologisches Know-How in den Vorstand.
Mit einem feinen Essen und gemütlichem Beisammensein fand die stimmungsvolle GV ihren Abschluss.

 

Legende zum Bild:
Lukas Leuenberger, Vizepräsident, Jonas von Burg, neues Vorstandsmitglied, Peter Wyss, neues Ehrenmitglied, Margot Leuenberger, Aktuarin, Peter Jäggi, Präsident, Fabian Baumgartner, Beisitzer, Matthias von Arx, Kassier. Es fehlt Patrik Wyss, Obmann